Tübingen Neckatfrontansicht

Geschichte und Wissenswertes über die Universitätsstadt Tübingen

 

Tübingen liegt rund 30 km südlich von Stuttgart im Bundesland Baden-Württemberg und hat rund 88.400 Einwohner. Die Universität der Stadt am Neckar, die Eberhard Karls Universität, wurde bereits 1477 gegründet und gehört zu den ältesten und renommiertesten Hochschulen Deutschlands. Die heute mehr als 27.000 Studenten sind schon immer ein fester Bestandteil des Stadtbildes gewesen. Tübingen wurde 1078 erstmals urkundlich erwähnt und bereits 1191 scheint es einen Marktplatz gegeben zu haben, der in der Korrespondenz von Kaufleuten auftaucht. Während des 30jährigen Krieges im 17. Jahrhundert wird von Plünderungen berichtet und nach einer Besatzungszeit durch die Schweden, zieht die französische Armee in die Stadt ein und bleibt bis 1649. Während des 2. Weltkrieges wurden glücklicherweise nur ungefähr 5 % der Gebäude in Tübingen zerstört und nach Kriegsende übergab man den Ort kampflos. Die Gegend wurde zur französischen Besatzungszone.

Zentral über der Stadt und weithin sichtbar liegt das Schloss Hohentübingen. Der Aufstieg von der Altstadt her ist etwas steil aber der Besucher wird nach dem Erreichen des Ziels durch einen fantastischen Panoramablick auf die Stadt und die weitere Umgebung entschädigt. Die Renaissance-Anlage beherbergt heutzutage das Museum „Alte Kulturen“ mit 4600 Objekten aus 40.000 Jahren Kulturgeschichte, die aus den Sammlungen der Universität stammen. Zu den berühmtesten Exponaten zählen der Tübinger Waffenläufer und eine altägyptische Opferkammer. Die UNESCO nahm 2017 sechs Höhlen mit Eiszeitkunst in der Schwäbischen Alb auf die Liste des Weltkulturerbes auf. Auch einige dieser dort gefundenen uralten Originalstücke sind im Museum zu besichtigen. Ein weiteres Highlight auf dem Schloss ist das größte historische Riesenweinfass der Welt. Es wurde 1549 gebaut und besitzt ein Fassungsvermögen von 84.000 Litern. Nach längeren Renovierungsarbeiten, die wegen der empfindlichen Mausohr-Fledermäuse, die das Kellergewölbe bewohnen, sehr behutsam durchgeführt werden mussten, finden nun regelmäßige Besichtigungen statt. Momentan wird auch das kleine, 200 Jahre alte historische Observatorium des Schlosses saniert, welches über ein äußerst seltenes Sternwarten-Instrument, den Reichenbach’schen Doppelkreis, verfügt. Die Räume werden vermutlich im Sommer 2018 für die Öffentlichkeit frei gegeben.

Eine weitere bekannte Sehenswürdigkeit in Tübingen ist der romantisch gelegene gelbe „Hölderlinturm“ am nördlichen Ufer des Neckars. Er stammt bereits aus dem 13. Jahrhundert und war ursprünglich ein Teil der mittelalterlichen Stadtmauer. Der Dichter Friedrich Hölderlin lebte dort 36 Jahre lang, bis zu seinem Tod 1843, in äußerst bescheidenen Verhältnissen. Heute befindet sich hier das Hölderlin-Museum und bietet Raum für die Dauersammlung und wechselnde temporäre Ausstellungen. Der Turm ist leider vorübergehend (Stand April 2018) wegen umfangreicher Renovierungsarbeiten geschlossen.

Die Stiftskirche zu St. Georg in Tübingen thront als Wahrzeichen der Stadt weithin sichtbar auf einem Bergsattel zwischen den beiden Hausbergen Öster- und Spitzberg. Erbaut wurde die dreischiffige Kirche im spätgotischen Stil zwischen 1470 und 1490. Bei einer Renovierung in den 1960er Jahren wurden Überreste von zwei Vorgängerbauten aus dem 11. Und dem 12. Jahrhundert freigelegt. Der älteste Teil der heutigen Stiftskirche ist der Glockenturm. Im Laufe der Zeit fanden am gesamten Gotteshaus zahlreiche Umbauten statt. Im Inneren ist besonders der Klappaltar von 1520 erwähnenswert, der von einem Schüler Albrecht Dürers, nämlich Hans Schäufelin, geschaffen wurde. Auch die Einzelheiten der kunstvollen Kanzel von 1509 sollte der Besucher auf sich wirken lassen. Die große Orgel und die hervorragende Akustik erlauben regelmäßige Konzerte in höchster Klangqualität. Wer einen Blick von oben auf Tübingen werfen möchte, kann die 169 Stufen des Turmes erklimmen und dann aus 45 m Höhe die Aussicht bis zum Schwarzwald genießen.

Dreimal wöchentlich findet auf dem Tübinger Marktplatz Wochenmarkt statt. Der malerische Platz ist von hohen Häusern aus dem 15. und 16. Jahrhundert umgeben, von denen das Rathaus mit der interessanten astronomischen Uhr das älteste Gebäude ist. Früher verkauften Bäcker und Metzger hier im Erdgeschoss ihre Waren. Leider wurden die schönen Holzsäulen der offenen Arkadenhalle durch Pfeiler aus Beton ersetzt, was keine besonders geschmackvolle Lösung darstellt. Der Neptunbrunnen vor dem Rathaus stammt aus dem Jahr 1617 – die vier weiblichen Figuren symbolisieren die Jahreszeiten. Der Marktplatz mit seinen Cafés und Restaurants ist ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Besucher der Stadt.

Mitte des 19. Jahrhunderts entstand das neue Universitätsviertel mit einem dreigeschossigen Prachtbau im Zentrum: die Neue Aula. Das klassizistische Gebäude aus Sandstein verfügte bereits damals über eine imposante Festhalle und zahlreiche Hörsäle und beherbergt heute die juristische Fakultät. Auch das Evangelische Stift gehört zu den historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten Tübingens. Es wurde bereits 1536 von Herzog Ulrich von Württemberg ins Leben gerufen und in dem ehemaligen Augustinerkloster von 1262 untergebracht. Ziel des Stiftes ist die Vergabe von Stipendien für Theologie- und Lehramtsstudenten in Form von Unterkunft, Verpflegung und wissenschaftlicher Unterstützung. Zu den berühmten Stipendiaten gehörten außer Hölderlin auch der spätere Astronom Johannes Keppler und der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Besucher können den Außen- und den Innenhof sowie einen Teil des Treppenhauses besichtigen.

Bei einem Spaziergang durch Tübingen fällt ein eindrucksvolles Fachwerkhaus ins Auge, in welchem eine Abteilung der Stadtverwaltung untergebracht ist. Es handelt sich hierbei um den „Fruchtkasten“. Das Gebäude entstand zwischen 1475 und 1476 und diente zur Lagerung von landwirtschaftlichen Produkten. Der Dachstuhl besteht aus mehreren Stockwerken für die Aufbewahrung von Getreide und im Erdgeschoss befand sich eine riesige Halle zum Keltern von Weintrauben.

Einer der romantischten Orte in Tübingen ist mit Sicherheit die Platanenallee auf der Neckarinsel. Die Bäume wurden vor rund 200 Jahren gepflanzt und beeindrucken zu jeder Jahreszeit. Von hier aus hat man einen der schönsten Blicke auf die alten, direkt am Fluss stehenden Häuser und den Hölderlinturm. Unterhalb des Turmes befindet sich die zentrale Anlegestelle für die Tübinger Stocherkähne, eines der meistfotografierten Motive der Gegend. Hierbei handelt es sich um flache Boote, die vom Stocherer (ähnlich einem venezianischen Gondoliere) mit einem bis zu 7 m langen Staken fortbewegt werden. Ursprünglich benutzen die Neckar-Fischer diese zweckmäßigen, robusten Kähne für ihre Arbeit. In den letzten Jahrzehnten haben sich diese Fahrten aber zu einem sehr erfolgreichen touristischen Programm und einem beliebten Nebenverdienst für Studenten entwickelt. Inzwischen gibt es die unterschiedlichsten Angebote – von der Lampionfahrt nach Einbruch der Dunkelheit bis zu Picknickfahrten inklusive Grillangebot.

Tübingen ist zweifellos eine der schönsten Städte Deutschlands und trotz der mittelalterlichen Architektur aufgrund der Studenten eine sehr junge und weltoffene Stadt. An lauen Sommertagen ist auf den Plätzen und an den Gewässern eine mediterrane Atmosphäre spürbar.

Text: ULI BECK & TEAM

History and interesting facts about the university town of Tübingen

 

Tübingen is located about 30 km south of Stuttgart in the federal state of Baden-Württemberg and has a population of about 88,400. The city’s university on the Neckar, the Eberhard Karls University, was founded in 1477 and is one of the oldest and most renowned universities in Germany. Today, more than 27,000 students have always been an integral part of the cityscape. Tübingen was first mentioned in a document in 1078 and as early as 1191 there seems to have been a market place, which appears in the correspondence of merchants. During the 30 Years War in the 17th century there are reports of looting and after a period of occupation by the Swedes, the French army moved into the town and stayed until 1649. Fortunately, during the 2nd World War only about 5% of the buildings in Tübingen were destroyed and after the end of the war the town was handed over without a fight. The area became the French occupation zone.

Centrally above the town and visible from afar is Hohentübingen Castle. The ascent from the old town is a little steep but the visitor is rewarded by a fantastic panoramic view of the town and the wider surroundings once he has reached his destination. The Renaissance complex today houses the museum “Alte Kulturen” (Old Cultures) with 4600 objects from 40,000 years of cultural history, which come from the university collections. Among the most famous exhibits are the Tübingen weapon runner and an ancient Egyptian sacrificial chamber. In 2017, UNESCO included six caves with Ice Age art in the Swabian Alb on its World Heritage List. Some of these ancient original pieces found there can also be viewed in the museum. Another highlight at the castle is the largest historic giant wine barrel in the world. It was built in 1549 and has a capacity of 84,000 litres. After lengthy renovation work, which had to be carried out very carefully because of the sensitive mouse-eared bats that inhabit the cellar vault, regular visits are now taking place. At the moment the small, 200-year-old historical observatory of the castle is also being renovated, which has an extremely rare observatory instrument, the Reichenbach’s double circle. The rooms will probably be opened to the public in summer 2018.

Another well-known sight in Tübingen is the romantically situated yellow “Hölderlin Tower” on the northern bank of the Neckar. It dates back to the 13th century and was originally part of the medieval town wall. The poet Friedrich Hölderlin lived there for 36 years, until his death in 1843, in extremely modest circumstances. Today the Hölderlin Museum is located here and offers space for the permanent collection and changing temporary exhibitions. Unfortunately, the tower is temporarily closed (as of April 2018) due to extensive renovation work.

The Collegiate Church of St. George in Tübingen is the town’s landmark, perched on a saddle between the two local mountains of Österberg and Spitzberg and visible from afar. The three-nave church was built in late Gothic style between 1470 and 1490. During renovation work in the 1960s, the remains of two previous buildings from the 11th and 12th centuries were uncovered. The oldest part of the present collegiate church is the bell tower. In the course of time, the entire church has undergone numerous renovations. Inside, the folding altar from 1520 is particularly noteworthy. It was created by a pupil of Albrecht Dürer, namely Hans Schäufelin. The visitor should also take in the details of the artistic pulpit from 1509. The large organ and excellent acoustics allow regular concerts of the highest sound quality. Anyone wishing to take a look at Tübingen from above can climb the 169 steps of the tower and then enjoy the view of the Black Forest from a height of 45 metres.

Three times a week there is a weekly market on the Tübingen market square. The picturesque square is surrounded by tall houses from the 15th and 16th centuries, of which the town hall with its interesting astronomical clock is the oldest building. Bakers and butchers used to sell their goods here on the ground floor. Unfortunately, the beautiful wooden columns of the open arcade hall were replaced by concrete pillars, which is not a very tasteful solution. The Neptune Fountain in front of the Town Hall dates from 1617 – the four female figures symbolise the seasons. The market square with its cafés and restaurants is a popular meeting place for locals and visitors to the town.

In the middle of the 19th century, the new university quarter was created with a three-storey magnificent building in the centre: the Neue Aula. The classicist building made of sandstone already had an impressive festival hall and numerous lecture halls at that time and today houses the law faculty. The Evangelical Monastery is also one of Tübingen’s historical and cultural sights. It was founded as early as 1536 by Duke Ulrich von Württemberg and was housed in the former Augustinian monastery from 1262. The aim of the foundation is to award scholarships for students of theology and teaching professions in the form of accommodation, meals and academic support. Besides Hölderlin, the later astronomer Johannes Keppler and the philosopher Georg Wilhelm Friedrich Hegel were among the famous scholarship holders. Visitors can view the outer and inner courtyards and part of the staircase.

On a stroll through Tübingen, an impressive half-timbered house, which houses a department of the city administration, catches the eye. This is the “fruit box”. The building was constructed between 1475 and 1476 and was used for the storage of agricultural products. The attic consists of several floors for the storage of grain and on the ground floor there was a huge hall for pressing grapes.

One of the most romantic places in Tübingen is certainly the plane tree avenue on the Neckar island. The trees were planted around 200 years ago and are impressive in every season. From here you have one of the most beautiful views of the old houses standing directly on the river and the Hölderlin Tower. Below the tower is the central landing stage for the Tübingen punting boats, one of the most photographed motifs in the area. These are flat boats which are moved by the puncher (similar to a Venetian gondolier) with a pole up to 7 m long. Originally, the Neckar fishermen used these functional, robust boats for their work. In the last decades, however, these trips have developed into a very successful tourist programme and a popular secondary income for students. In the meantime, there are many different offers – from lantern rides after dusk to picnic rides including a barbecue.

Tübingen is without doubt one of the most beautiful cities in Germany and, despite its medieval architecture, a very young and cosmopolitan city because of its students. On mild summer days, a Mediterranean atmosphere can be felt on the squares and along the waterways.

 

 

Text: ULI BECK & TEAM

 

Histoire et faits intéressants sur la ville universitaire de Tübingen

 

Tübingen est située à environ 30 km au sud de Stuttgart, dans le Land de Bade-Wurtemberg, et compte environ 88 400 habitants. L’université de la ville sur le Neckar, l’université Eberhard Karls, a été fondée en 1477 et est l’une des plus anciennes et des plus renommées universités d’Allemagne. Aujourd’hui, plus de 27 000 étudiants ont toujours fait partie intégrante du paysage urbain. Tübingen est mentionné pour la première fois dans un document en 1078 et dès 1191, il semble y avoir eu une place de marché, qui apparaît dans la correspondance des commerçants. Pendant la guerre de 30 ans, au XVIIe siècle, des pillages ont été signalés et, après une période d’occupation par les Suédois, l’armée française s’est installée dans la ville et y est restée jusqu’en 1649. Pendant la Seconde Guerre mondiale, heureusement, seuls 5 % environ des bâtiments de Tübingen ont été détruits et, après la fin de la guerre, la ville a été livrée sans combat. La région est devenue la zone d’occupation française.

Le château de Hohentübingen est situé au centre de la ville et est visible de loin. La montée depuis la vieille ville est un peu raide, mais le visiteur est compensé par une vue panoramique fantastique de la ville et des environs après avoir atteint l’arrivée. Le complexe de la Renaissance abrite aujourd’hui le musée “Alte Kulturen” (les anciennes cultures) avec 4600 objets de 40 000 ans d’histoire culturelle, qui proviennent des collections de l’université. Parmi les objets les plus célèbres, on trouve le coureur d’armes de Tübingen et une ancienne chambre sacrificielle égyptienne. En 2017, l’UNESCO a ajouté six grottes avec l’art de l’âge glaciaire dans le Jura Souabe à la liste des sites du patrimoine mondial. Certaines de ces anciennes pièces originales qui s’y trouvent peuvent également être consultées au musée. Un autre point fort du château est le plus grand tonneau de vin géant historique du monde. Elle a été construite en 1549 et a une capacité de 84 000 litres. Après de longs travaux de rénovation, qui ont dû être effectués avec beaucoup de soin en raison des chauves-souris sensibles qui habitent la voûte de la cave, des visites régulières ont maintenant lieu. En ce moment, le petit observatoire historique du château, vieux de 200 ans, est également en cours de rénovation. Il dispose d’un instrument d’observation extrêmement rare, le double cercle de Reichenbach. Les salles seront probablement ouvertes au public à l’été 2018.

Une autre curiosité bien connue à Tübingen est la “Tour Hölderlin” jaune, située sur la rive nord du Neckar. Elle remonte au XIIIe siècle et faisait à l’origine partie de la muraille médiévale de la ville. Le poète Friedrich Hölderlin y vécut pendant 36 ans, jusqu’à sa mort en 1843, dans des circonstances extrêmement modestes. Aujourd’hui, le musée Hölderlin y est situé et offre un espace pour la collection permanente et des expositions temporaires changeantes. Malheureusement, la tour est temporairement fermée (à partir d’avril 2018) en raison d’importants travaux de rénovation.

La Collégiale Saint-Georges de Tübingen est l’emblème de la ville, perchée sur une selle entre les deux montagnes locales d’Österberg et de Spitzberg et visible de loin. L’église à trois nefs a été construite en style gothique tardif entre 1470 et 1490. Lors des travaux de rénovation des années 1960, les vestiges de deux bâtiments antérieurs des 11e et 12e siècles ont été mis au jour. La partie la plus ancienne de l’actuelle église collégiale est le clocher. Au fil du temps, l’ensemble de l’église a fait l’objet de nombreuses rénovations. À l’intérieur, il convient de mentionner tout particulièrement l’autel pliant de 1520, qui a été créé par un élève d’Albrecht Dürer, à savoir Hans Schäufelin. Le visiteur doit également prendre connaissance des détails de la chaire artistique de 1509. Le grand orgue et l’excellente acoustique permettent des concerts réguliers de la plus haute qualité sonore. Celui qui souhaite regarder Tübingen d’en haut peut monter les 169 marches de la tour et profiter ensuite de la vue sur la Forêt-Noire d’une hauteur de 45 mètres.

Trois fois par semaine, il y a un marché hebdomadaire sur la place du marché de Tübingen. La place pittoresque est entourée de hautes maisons des XVe et XVIe siècles, dont l’hôtel de ville avec son intéressante horloge astronomique est le plus ancien bâtiment. Les boulangers et les bouchers vendaient leurs produits ici, au rez-de-chaussée. Malheureusement, les belles colonnes en bois de la salle d’arcade ouverte ont été remplacées par des piliers en béton, ce qui n’est pas une solution de très bon goût. La fontaine de Neptune devant l’hôtel de ville date de 1617 – les quatre figures féminines symbolisent les saisons. La place du marché, avec ses cafés et ses restaurants, est un lieu de rencontre très apprécié des habitants et des visiteurs de la ville.

Au milieu du XIXe siècle, le nouveau quartier universitaire a été créé avec un magnifique bâtiment de trois étages au centre : la Nouvelle Salle d’Assemblée. Le bâtiment classiciste en grès possédait déjà à l’époque une impressionnante salle des fêtes et de nombreuses salles de conférence et abrite aujourd’hui la faculté de droit. Le monastère évangélique est également l’une des curiosités historiques et culturelles de Tübingen. Elle a été fondée dès 1536 par le duc Ulrich von Württemberg et était hébergée dans l’ancien monastère augustinien de 1262. L’objectif de la fondation est d’accorder des bourses aux étudiants en théologie et aux enseignants sous forme de logement, de repas et de soutien scientifique. Outre Hölderlin, le futur astronome Johannes Keppler et le philosophe Georg Wilhelm Friedrich Hegel comptaient parmi les célèbres boursiers. Les visiteurs peuvent voir la cour extérieure et intérieure ainsi qu’une partie de l’escalier.

Lors d’une promenade à Tübingen, une impressionnante maison à colombages, qui abrite un service de l’administration municipale, attire l’attention. C’est la “boîte à fruits”. Le bâtiment a été construit entre 1475 et 1476 et était utilisé pour le stockage des produits agricoles. Le grenier se compose de plusieurs étages pour le stockage des céréales et au rez-de-chaussée, il y avait une immense salle pour le pressage du raisin.

L’un des endroits les plus romantiques de Tübingen est certainement l’avenue des platanes sur l’île du Neckar. Les arbres ont été plantés il y a environ 200 ans et sont impressionnants à chaque saison. De là, vous avez l’une des plus belles vues sur les anciennes maisons qui se dressent directement sur la rivière et sur la tour Hölderlin. Sous la tour se trouve l’embarcadère central des bateaux de pointage de Tübingen, l’un des motifs les plus photographiés de la région. Ce sont des bateaux plats qui sont déplacés par le poinçon (semblable à un gondolier vénitien) avec une perche pouvant atteindre 7 m de long. A l’origine, les pêcheurs du Neckar utilisaient ces bateaux fonctionnels et robustes pour leur travail. Cependant, au cours des dernières décennies, ces voyages sont devenus un programme touristique très réussi et une activité secondaire populaire pour les étudiants. En attendant, il existe une grande variété d’offres – des balades aux lanternes après le crépuscule aux balades pique-niques avec barbecue.

Tübingen est sans aucun doute l’une des plus belles villes d’Allemagne et, malgré son architecture médiévale, une ville très jeune et cosmopolite grâce à ses étudiants. Par les douces journées d’été, une atmosphère méditerranéenne se fait sentir sur les places et le long des voies navigables.

 

 

Texte : ULI BECK & TEAM

 

Es werden spannende Menschen vorgestellt

Vom engagierten Normalbürger bis zu VIP's werden Menschen vorgestellt, die "ihrem Herzen folgen etc.

Exciting people are introduced

From committed ordinary people to VIPs, people are introduced who "follow their hearts", etc.

Des gens passionnants sont présentés

Des gens ordinaires engagés aux VIP, on présente des gens qui "suivent leur cœur", etc.

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