Bamberg Wasserfront

Geschichte und Wissenswertes über die Universitätsstadt Bamberg

 

Bamberg ist eine alte Kaiser- und Bischofsstadt in Oberfranken in Bayern mit heute rund 76.000 Einwohnern. Die Altstadt Bambergs liegt an den zwei Flussarmen der Regnitz und wurde bereits 1993 auf die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen. Sie gilt als größte erhaltene Altstadt Deutschlands und wurde in ihrer langen Geschichte so gut wie nie zerstört.

Schon 1007 wurde an der Stelle ein Bistum gegründet und mit dem Bau des Domes begonnen. Nach Beendigung des 30jährigen Krieges, währenddessen die Stadt unter den schwedischen Truppen litt, erlebte sie im Barock, zur Zeit der Fürstbischöfe Lothar Franz und Carl von Schönborn zwischen 1693 und 1746 eine kulturelle Blütezeit, deren Errungenschaften größtenteils auch heute noch sichtbar sind. Während der Revolutionen und Aufstände 1848/49 war Bamberg ein Zentrum der Demokraten. Hier wurden die sogenannten „14 Bamberger Artikel“, eine Aufstellung der bürgerlichen Grundrechte, verlesen. Während der 2. Weltkrieg in der Stadt vergleichsweise wenig Schaden anrichtete, war sie im Laufe der Zeit immer wieder von Hochwasser und Überschwemmungen betroffen. Von den höchsten Wasserständen der Regnitz zeugen zahlreiche Markierungen in der Innenstadt. Heute schützen das Jahnwehr und ein Sperrtor den Ort vor den häufigen Überflutungen früherer Jahre.

Die Hexenverfolgungen mit ihrem Höhepunkt im 17. Jahrhundert stellen eine dunkle Seite in der Geschichte Bambergs dar. Sie sind durch zahlreiche erhaltene Prozessakten, die sich zum großen Teil in der Staatsbibliothek befinden, gut dokumentiert. 2015 wurde den rund 1000 verfolgten und hingerichteten Männern, Frauen und Kindern ein Mahnmal gewidmet.

1979 wurde Bamberg wieder offiziell Universitätsstadt. Die heutige Otto-Friedrich-Universität ist die Fortführung der bereits 1647 gegründeten Hochschule, welche allerdings zwischenzeitlich als Folge der Säkularisation des Hochstiftes nur auf wenige Fakultäten beschränkt existierte.

Das Gebiet des Weltkulturerbes besteht aus den drei Stadtvierteln Berg-, Insel- und Gärtnerstadt. Die eindrucksvollsten Baudenkmäler befinden sich im „Fränkischen Rom“, wie die Bergstadt auch genannt wird, da sie, ebenso wie die Ewige Stadt am Tiber, auf sieben Hügeln errichtet wurde. Hier befand sich vom 11. Jahrhundert bis zum Jahr 1802 das Zentrum der geistlichen und weltlichen Macht von Bamberg. Der Kaiserdom mit den vier Türmen kann als bedeutendstes Bauwerk der weiteren Umgebung bezeichnet werden. Mit dem Bau wurde sofort begonnen, als Kaiser Heinrich II 1007 das Bistum gründete. Der heutige Dom stammt allerdings aus dem 13. Jahrhundert, nachdem zwei Vorgängerbauten abgebrannt waren. Hier befindet sich das Grab des 1047 verstorbenen Papstes Clemens II, welches vom Vatikan offiziell als einzige Grabstätte eines Papstes nördlich der Alpen anerkannt wird. Auch ein bekanntes Wahrzeichen Bambergs befindet sich im Dom. Der „Bamberger Reiter“, ein Reiterstandbild aus Sandstein, welches in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts gefertigt wurde. Bis heute sind sowohl der Künstler als auch der dargestellte Reiter unbekannt und die Forschungen der Wissenschaftler zu diesem Thema halten an. Ursprünglich war die lebensgroße Statue sogar in intensiven Farben bemalt und somit noch wesentlich auffälliger.

Als „Die Alte Hofhaltung“ bezeichnet man den alten Gebäudekomplex, in dessen Zentrum sich die Kaiser- und Bischofspfalz befand, deren Mauerreste immer noch sichtbar sind. Heutzutage beherbergt die Alte Hofhaltung, die man durch die „Schöne Pforte“ betritt, das Historische Museum Bambergs, in welchem zahlreiche einmalige Exponate ausgestellt sind, die die Kultur und die Geschichte der Stadt dokumentieren. Der malerische Innenhof ist von Fachwerkbauten umgeben und während der Sommermonate Aufführungsort der Calderon-Festspiele.

Eine der bekanntesten Ansichten Bambergs ist das Alte Rathaus, das ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Der Sage nach wurde es hier auf einer künstlichen Insel in der Regnitz errichtet, da der damalige Bischof den Bürgern keinen Platz für ein Rathaus gewähren wollte. Das heutige Gebäude entstand zwischen 1461 und 1467, die Fassadenmalerei wurde 1755 angebracht. Durch mehrere figürlich gestaltete Elemente, wie zum Beispiel das Bein einer Putte, das als Skulptur aus den Fresken herausragt, wird ein räumlicher Eindruck erreicht und bringt die Betrachter regelmäßig zum Schmunzeln. Im Alten Rathaus ist heute ein städtisches Museum mit einer der umfangreichsten Porzellansammlungen Europas untergebracht.

Die „Neue Residenz“ mit ihren mehr als 40 Prunkräumen und der prachtvollen Einrichtung diente bis 1802 als Sitz der Fürstbischöfe. Besonders die kostbaren Möbel und die kunstvollen Stuckdecken im Kaisersaal und den Kurfürstenzimmern zeugen vom luxuriösen Leben der Regierenden der damaligen Zeit. In der hier untergebrachten Galerie sind zahlreiche altdeutsche und barocke Gemälde der Bayerischen Staatsgemäldesammlung ausgestellt. Hinter der Residenz befindet sich der Rosengarten, der unter Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborn im Stil des Barock angelegt wurde. Auf den symmetrischen, mit Buchshecken eingefassten, Beeten, blühen in den Sommermonaten bis zu 4.500 Rosen. In diesem prachtvollen Park-Ambiente finden alljährlich zahlreiche Konzerte statt.

Das Kloster St. Michael wurde 1015 vom 1. Bamberger Bischof, Eberhard, gegründet. Es ging 1803 in den Besitz der Stadt über und wurde anschließend als Spital genutzt. Da die Klosterkirche extrem sanierungsbedürftig ist, kann sie leider zurzeit nicht von innen besichtigt werden. Die Wiedereröffnung ist für das Jahr 2021 geplant, dem 1000. Weihetag von St. Michael. Die verzierte Gewölbedecke ist der absolute Höhepunkt eines Besuches der Kirche: Das eindrucksvolle Deckengemälde zeigt rund 600 Blumen und Heilkräuter. Auch ein Spaziergang durch den barocken Terrassengarten des Klosters mit seinen Brunnen und Pavillons lohnt sich.

Die Silhouette Bambergs wird geprägt von zahlreichen Kirchen. Eine der imponierendsten ist die dreischiffige Basilika-Kirche Unsere Liebe Frau oder auch Obere Pfarre. Sie liegt am Fuße des Kaulbergs und wurde von außen im hochgotischen Stil errichtet. Im Inneren offenbart sie allerdings barocke Pracht und ist täglich Anziehungspunkt für unzählige Gläubige und Besucher. Besonders das Gnadenbild „Maria mit Kind“, eine Marienfigur mit Jesuskind auf dem Arm, welches sich im Hochaltar befindet und das Gemälde der Himmelfahrt Marias von Jacopo Robusti, genannt Tintoretto, sind äußerst sehenswert. Der schlanke Turm im Südwesten war früher ein Teil der Bamberger Stadtbefestigung.

Auf dem höchsten Hügel Bambergs befindet sich ein weiteres Wahrzeichen, welches das Stadtbild entscheidend mitprägt: die Altenburg. Sie wurde bereits 1109 zum ersten Mal urkundlich erwähnt und fungierte zunächst als Zufluchtsort für Bewohner der Umgebung. Die heutige Architektur entstand größtenteils im 15. Jahrhundert aber der 33 m hohe Bergfried und ein Teil der ringförmigen Mauer sind noch aus früherer Zeit erhalten. Von der Aussichtsterrasse kann man einen herrlichen Panoramablick auf Bamberg genießen. Für das leibliche Wohl sorgt ein einladendes Restaurant, welches sich auf der Burg befindet.

Eines der meistfotografierten Touristenpunkte ist das Viertel am östlichen Ufer der Regnitz, das sogenannte Klein Venedig. Die romantische Lage bietet das perfekte Postkartenmotiv auch wenn es mit der Lagunenstadt in Italien, außer der Lage am Wasser, nicht sehr viel gemeinsam hat. Hier stehen rund 30 kleine Fischer- und Handwerkshäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert, die man zu Fuß oder bei einer Bootstour entdecken kann. Von März bis November werden 80minütige Schifffahrten von der Altstadt bis zum Hafen („Am Kranen“) angeboten, die eine andere Perspektive auf Bamberg erlauben. Am Kranen wurden noch vor wenigen Jahrzehnten Frachtschiffe ent- und beladen und Fische verkauft.

Wer sich für Bier und Braukunst interessiert, sollte dem Fränkischen Brauereimuseum einen Besuch abstatten. Es befindet sich im eindrucksvollen Gewölbe des uralten Benediktiner Klosters und bietet eine interessante Reise durch die Geschichte des Gerstensaftes und zeigt in anschaulicher Art und Weise den Herstellungsprozess vom Hopfenhalm zum fertigen Getränk.

Die Weltkulturerbe- und Universitätsstadt Bamberg ist wegen ihres Facettenreichtums wirklich ein Ausflugsziel für jedermann.

Text: ULI BECK & TEAM

University town of Bamberg - History and interesting facts

 

Bamberg is an old imperial and episcopal city in Upper Franconia in Bavaria with a population of around 76,000 today. The old town of Bamberg is situated on the two arms of the river Regnitz and was already included in the UNESCO World Heritage List in 1993. It is the largest preserved old town in Germany and has hardly ever been destroyed in its long history.

As early as 1007 a diocese was founded on the site and construction of the cathedral began. After the end of the Thirty Years’ War, during which the town suffered under Swedish troops, it experienced a cultural heyday in the Baroque era, during the time of the prince-bishops Lothar Franz and Carl von Schönborn between 1693 and 1746, most of whose achievements are still visible today. During the revolutions and uprisings of 1848/49 Bamberg was a centre of the democrats. It was here that the so-called “14 Bamberg Articles”, a list of basic civil rights, were read out. While the Second World War caused comparatively little damage to the city, it was repeatedly affected by floods and inundations over the course of time. Numerous markings in the town centre bear witness to the highest water levels of the Regnitz. Today, the Jahn weir and a barrage gate protect the town from the frequent floods of earlier years.

The persecution of witches, which culminated in the 17th century, represents a dark side in the history of Bamberg. They are well documented by numerous preserved trial records, most of which are kept in the state library. In 2015 a memorial was dedicated to the approximately 1000 persecuted and executed men, women and children.

In 1979 Bamberg officially became a university town again. Today’s Otto-Friedrich-University is the continuation of the university founded in 1647, which, however, was limited to a few faculties due to the secularisation of the Hochstift.

The area of the World Heritage Site consists of the three districts of mountain, island and garden city. The most impressive architectural monuments are to be found in “Franconian Rome”, as the mountain town is also called, because, like the Eternal City on the Tiber, it was built on seven hills. From the 11th century until 1802, this was the centre of Bamberg’s spiritual and secular power. The imperial cathedral with its four towers can be considered the most important building in the wider area. Construction began immediately when Emperor Heinrich II founded the diocese in 1007. However, today’s cathedral dates from the 13th century, after two previous buildings had burned down. Here is the grave of Pope Clement II, who died in 1047, and is officially recognised by the Vatican as the only burial place of a pope north of the Alps. The cathedral is also a well-known landmark of Bamberg. The “Bamberger Reiter”, a sandstone equestrian statue, which was made in the first half of the 13th century. To this day, both the artist and the horseman depicted are unknown and research by scientists on the subject continues. Originally, the life-size statue was even painted in intense colours and therefore even more striking.

The “Alte Hofhaltung” is the name given to the old complex of buildings, in the centre of which was the imperial and bishop’s palace, the remains of which are still visible. Today, the Alte Hofhaltung, which you enter through the “Beautiful Gate”, houses the Bamberg Historical Museum, which displays numerous unique exhibits documenting the culture and history of the city. The picturesque courtyard is surrounded by half-timbered buildings and during the summer months is the venue for the Calderon Festival.

One of the most famous views of Bamberg is the Old Town Hall, which is also a UNESCO World Heritage Site. According to legend, it was built here on an artificial island in the Regnitz, as the bishop of the time did not want to give the citizens any space for a town hall. The present building was constructed between 1461 and 1467, the facade painting was added in 1755. Several figurative elements, such as the leg of a putto, which protrudes from the frescoes as a sculpture, create a spatial impression and regularly make the viewer smile. Today the Old Town Hall houses a municipal museum with one of the most extensive porcelain collections in Europe.

The “New Residence” with its more than 40 state rooms and magnificent furnishings served as the seat of the prince bishops until 1802. Especially the precious furniture and the ornate stucco ceilings in the Emperor’s Hall and the Elector’s Rooms bear witness to the luxurious life of the rulers of the time. In the gallery accommodated here, numerous Old German and Baroque paintings from the Bavarian State Painting Collection are on display. Behind the Residenz is the Rose Garden, which was laid out in the Baroque style under Prince-Bishop Friedrich Karl von Schönborn. Up to 4,500 roses bloom in the summer months on the symmetrical flowerbeds bordered with box hedges. Numerous concerts take place in this magnificent park ambience every year.

The monastery of St. Michael was founded in 1015 by Eberhard, the first bishop of Bamberg. It became the property of the town in 1803 and was subsequently used as a hospital. As the monastery church is in extreme need of renovation, it is unfortunately not possible to visit the interior at present. The reopening is planned for 2021, the 1000th consecration day of St. Michael. The decorated vaulted ceiling is the absolute highlight of a visit to the church: the impressive ceiling painting shows around 600 flowers and medicinal herbs. A walk through the monastery’s baroque terraced garden with its fountains and pavilions is also worthwhile.

The silhouette of Bamberg is dominated by numerous churches. One of the most impressive is the three-nave basilica church of Our Lady or Upper Parish. It is located at the foot of the Kaulberg and was built from the outside in high Gothic style. Inside, however, it reveals baroque splendour and is a daily attraction for countless believers and visitors. Especially the painting “Mary with Child”, a figure of Mary with the Child Jesus in her arms, which is in the high altar, and the painting of the Assumption of Mary by Jacopo Robusti, called Tintoretto, are worth seeing. The slender tower in the south-west used to be part of Bamberg’s city fortifications.

On the highest hill of Bamberg there is another landmark which has a decisive influence on the townscape: the Altenburg. It was first mentioned in a document in 1109 and initially served as a refuge for residents of the surrounding area. Today’s architecture was mostly built in the 15th century, but the 33 m high keep and part of the ring-shaped wall are still preserved from earlier times. From the viewing terrace you can enjoy a wonderful panoramic view of Bamberg. An inviting restaurant, which is located in the castle, provides for the physical well-being.

One of the most photographed tourist spots is the quarter on the eastern bank of the Regnitz, the so-called Little Venice. The romantic location offers the perfect postcard motif, even though it does not have much in common with the lagoon city in Italy, except for its location on the waterfront. There are about 30 small fishermen’s and craftsmen’s houses from the 15th and 16th centuries, which can be discovered on foot or on a boat trip. From March to November, 80-minute boat trips are offered from the old town to the harbour (“Am Kranen”), which allow a different perspective on Bamberg. Only a few decades ago, cargo ships were loaded and unloaded and fish were sold at Am Kranen.

Those interested in beer and the art of brewing should visit the Franconian Brewery Museum. Located in the impressive vaults of the ancient Benedictine monastery, it offers an interesting journey through the history of barley juice and vividly illustrates the production process from the hop stalk to the finished beverage.

The World Heritage and university city of Bamberg is really a destination for everyone because of its rich diversity.

 

 

Text: ULI BECK & TEAM

 

Ville universitaire de Bamberg - Histoire et faits intéressants

 

Bamberg est une ancienne ville impériale et épiscopale de Haute-Franconie en Bavière, qui compte aujourd’hui environ 76 000 habitants. La vieille ville de Bamberg est située sur les deux bras de la rivière Regnitz et était déjà inscrite sur la liste du patrimoine mondial de l’UNESCO en 1993. Elle est considérée comme la plus grande vieille ville préservée d’Allemagne et n’a pratiquement jamais été détruite au cours de sa longue histoire.

Dès 1007, un diocèse a été fondé sur le site et la construction de la cathédrale a commencé. Après la fin de la guerre de 30 ans, durant laquelle la ville a souffert sous les troupes suédoises, elle a connu une apogée culturelle à l’époque baroque, du temps des princes-évêques Lothar Franz et Carl von Schönborn entre 1693 et 1746, dont la plupart des réalisations sont encore visibles aujourd’hui. Pendant les révolutions et les soulèvements de 1848/49, Bamberg était un centre des démocrates. C’est là que les “14 articles de Bamberg”, une liste des droits civils fondamentaux, ont été lus. Si la Seconde Guerre mondiale a causé relativement peu de dommages à la ville, celle-ci a été touchée à plusieurs reprises par des inondations et des crues au fil du temps. De nombreuses signalisations dans le centre ville témoignent des plus hauts niveaux d’eau de la Regnitz. Aujourd’hui, le barrage de Jahn et une porte de barrage protègent la ville contre les fréquentes inondations des années précédentes.

La persécution des sorcières, qui a atteint son apogée au XVIIe siècle, représente une face sombre de l’histoire de Bamberg. Ils sont bien documentés par de nombreux dossiers de procès préservés, dont la plupart sont conservés à la bibliothèque de l’État. En 2015, un mémorial a été dédié aux quelque 1000 hommes, femmes et enfants persécutés et exécutés.

En 1979, Bamberg redevient officiellement une ville universitaire. L’actuelle université Otto-Friedrich est la continuation de l’université fondée en 1647, qui était cependant limitée à quelques facultés en raison de la sécularisation de la Hochstift.

La zone du site du patrimoine mondial comprend les trois districts de la montagne, de l’île et de la ville-jardin. Les monuments architecturaux les plus impressionnants se trouvent dans la “Rome franconienne”, comme on appelle aussi la ville de montagne, puisqu’elle a été construite sur sept collines, tout comme la Ville éternelle sur le Tibre. Du XIe siècle jusqu’en 1802, ce fut le centre du pouvoir spirituel et séculier de Bamberg. La cathédrale impériale avec ses quatre tours peut être considérée comme le bâtiment le plus important de la région. La construction a commencé immédiatement lorsque l’empereur Heinrich II a fondé le diocèse en 1007. Cependant, la cathédrale actuelle date du 13ème siècle, après que deux bâtiments précédents aient brûlé. Voici la tombe du pape Clément II, mort en 1047, officiellement reconnue par le Vatican comme le seul lieu de sépulture d’un pape au nord des Alpes. La cathédrale est également un point de repère bien connu de Bamberg. Le “Bamberger Reiter”, une statue équestre en grès, qui a été réalisée dans la première moitié du XIIIe siècle. À ce jour, l’artiste et le cavalier représenté sont tous deux inconnus et les recherches des scientifiques sur ce sujet se poursuivent. À l’origine, la statue grandeur nature était même peinte en couleurs intenses et donc encore plus frappante.

La “Alte Hofhaltung” est le nom donné à l’ancien complexe de bâtiments, au centre duquel se trouvait le palais impérial et épiscopal, dont les vestiges sont encore visibles. Aujourd’hui, l’Alte Hofhaltung, à laquelle on accède par la “Belle Porte”, abrite le musée historique de Bamberg, qui présente de nombreuses pièces uniques documentant la culture et l’histoire de la ville. La cour pittoresque est entourée de bâtiments à colombage et, pendant les mois d’été, elle accueille le festival Calderon.

L’une des vues les plus célèbres de Bamberg est celle de l’ancien hôtel de ville, qui est également inscrit au patrimoine mondial de l’UNESCO. Selon la légende, il a été construit ici sur une île artificielle de la Regnitz, car l’évêque de l’époque ne voulait pas donner aux citoyens de place pour un hôtel de ville. Le bâtiment actuel a été construit entre 1461 et 1467, la peinture de la façade a été ajoutée en 1755. Plusieurs éléments figuratifs, tels que la jambe d’un putto, qui fait saillie sur les fresques comme une sculpture, créent une impression spatiale et font régulièrement sourire le spectateur. Aujourd’hui, l’ancien hôtel de ville abrite un musée municipal qui possède l’une des plus vastes collections de porcelaine d’Europe.

La “Nouvelle Résidence” avec ses plus de 40 salles d’état et son magnifique mobilier a servi de siège aux princes-évêques jusqu’en 1802. Les meubles précieux et les plafonds en stuc ornés de la salle de l’empereur et des chambres de l’électeur, en particulier, témoignent de la vie luxueuse des souverains de l’époque. Dans la galerie qui y est aménagée, de nombreuses peintures anciennes allemandes et baroques de la collection de peinture de l’État de Bavière sont exposées. Derrière la Residenz se trouve la roseraie, qui a été aménagée dans le style baroque sous le prince-évêque Friedrich Karl von Schönborn. Jusqu’à 4 500 roses fleurissent pendant les mois d’été sur les parterres symétriques bordés de haies de buis. De nombreux concerts ont lieu chaque année dans cette magnifique ambiance de parc.

Le monastère de Saint-Michel a été fondé en 1015 par Eberhard, le premier évêque de Bamberg. Il est devenu la propriété de la ville en 1803 et a ensuite été utilisé comme hôpital. L’église du monastère ayant un besoin extrême de rénovation, il n’est malheureusement pas possible de la visiter de l’intérieur pour le moment. La réouverture est prévue pour l’année 2021, le 1000ème jour de consécration de Saint Michel. Le plafond voûté décoré est le clou absolu de la visite de l’église : l’impressionnante peinture du plafond montre environ 600 fleurs et herbes médicinales. Une promenade dans le jardin en terrasse baroque du monastère avec ses fontaines et ses pavillons vaut également la peine.

La silhouette de Bamberg est dominée par de nombreuses églises. L’une des plus impressionnantes est la basilique à trois nefs de Notre-Dame ou encore Upper Parish. Il se trouve au pied du Kaulberg et a été construit de l’extérieur dans un style gothique élevé. Mais à l’intérieur, il révèle la splendeur baroque et constitue une attraction quotidienne pour d’innombrables croyants et visiteurs. Le tableau “Marie avec l’enfant”, une figure de Marie avec l’Enfant Jésus dans les bras, qui se trouve dans le maître-autel, et le tableau de l’Assomption de Marie par Jacopo Robusti, appelé Tintoret, valent particulièrement la peine d’être vus. La tour élancée du sud-ouest faisait autrefois partie des fortifications de la ville de Bamberg.

Sur la plus haute colline de Bamberg se trouve un autre monument qui a une influence décisive sur le paysage urbain : l’Altenburg. Il a été mentionné pour la première fois dans un document dès 1109 et a d’abord servi de refuge aux habitants des environs. La plus grande partie de l’architecture actuelle a été construite au XVe siècle, mais le donjon de 33 m de haut et une partie du mur en forme d’anneau sont encore préservés d’époques antérieures. De la terrasse d’observation, vous pouvez profiter d’une magnifique vue panoramique sur Bamberg. Un restaurant accueillant, situé dans le château, assure le bien-être physique.

L’un des lieux touristiques les plus photographiés est le quartier de la rive est de la Regnitz, la “Petite Venise”. Ce lieu romantique offre un motif de carte postale parfait, même s’il n’a pas grand-chose en commun avec la ville lagunaire en Italie, si ce n’est sa situation au bord de l’eau. Il existe une trentaine de petites maisons de pêcheurs et d’artisans des XVe et XVIe siècles, que l’on peut découvrir à pied ou en bateau. De mars à novembre, des excursions en bateau de 80 minutes sont proposées de la vieille ville au port (“Am Kranen”), ce qui permet d’avoir une autre perspective sur Bamberg. Il y a seulement quelques décennies, des cargos étaient chargés et déchargés et le poisson était vendu à Am Kranen.

Les personnes intéressées par la bière et l’art de la brasserie devraient visiter le musée de la brasserie franconienne. Situé dans les voûtes impressionnantes de l’ancien monastère bénédictin, il offre un voyage intéressant à travers l’histoire du jus d’orge et illustre de façon vivante le processus de production, de la tige de houblon à la boisson finie.

La ville universitaire et patrimoine culturel mondial de Bamberg est vraiment une destination d’excursion pour tout le monde en raison de ses nombreuses facettes.

 

 

Texte : ULI BECK & TEAM

 

Es werden spannende Menschen vorgestellt

Vom engagierten Normalbürger bis zu VIP's werden Menschen vorgestellt, die "ihrem Herzen folgen etc.

Exciting people are introduced

From committed ordinary people to VIPs, people are introduced who "follow their hearts", etc.

Des gens passionnants sont présentés

Des gens ordinaires engagés aux VIP, on présente des gens qui "suivent leur cœur", etc.

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